Schon vor längerem versprochen, jetzt endlich: eine kurze Einführung in den Videoschnitt mit VirtualDub. Letzten Endes geht es ja nur darum, den unnötig aufgenommenen Ballast vor und nach der eigentlichen Sendung wegzuschneiden.

VirtualDub ist Freeware: http://virtualdub.org/, aktuell ist gerade Version 1.8.8.

Ich gehe davon aus, dass eine Videodatei vorliegt (eventuell ja sogar mit save.tv aufgenommen, wie schon einmal hier vorgeschlagen…). Diese wird mit VirtualDub geöffnet.

Links unten im Programmfenster sind die wichtigsten Befehle als Icons direkt verfügbar:

screenshot virtualdub 0b

Die beiden Dreiecke über den Schlüsseln ermöglichen im Film zum nächsten keyframe zu springen. Das ist wichtig, weil komprimierte Videos nicht jedes Bild komplett abspeichern, sondern oft nur die Veränderungen zum Bild davor. Nur alle paar Sekunden wird ein komplettes Bild aufgenommen, ein sogenannter keyframe. Will man sich Zeit und Ärger ersparen, schneidet man auch nur an diesen. Tastaturbefehle dafür sind [Shift] + [Cursor links] und (Überraschung) [Shift] + [Cursor rechts].

screenshot virtualdub 0a

Die beiden Icons rechts sind zum Markieren eines Abschnittes. Über die Tastatur geht es mit [Pos1] und [Ende].

In der Praxis sieht das dann so aus: Datei öffnen, Anfang suchen (ich klicke mit der Maus im Verlauf rechts unten etwa dahin, wo ich ihn vermute und korrigiere dann mit [Shift]+[Cursor links/rechts], bis ich den passenden keyframe habe. Dann wird [Pos1] (bzw. auf englischen Tastaturen heißt das dann [Home]) gedrückt.

Ende suchen, keyframe auswählen, [Ende].

Um die Datei nicht komplett neu zu komprimieren, sondern die (bereits vorhandenen) Daten so wie sie sind zu übernehmen, muss noch im Menü VIDEO der Punkt DIRECT STREAM COPY ausgewählt werden.

screenshot virtualdub 03

Abspeichern geht wie gewohnt im Menü FILE (bzw. mit [F7]):

screenshot virtualdub 04

Werbung entfernen geht ähnlich: Erst den den zu löschenden Bereich markieren und dann über EDIT – CLEAR SELECTION bzw. [Ctrl]+[D] löschen.

Wunderbare Karten

Februar 1, 2009

Im wahrsten Sinne des Wortes sind viele dieser Deutschlandkarten wunderbar: Sei es die Verteilung von Friseursalonnamen, Künstleragglomerationen, Bionadepräferenzen, aber auch konkret für den Unterricht nutzbares wie etwa der Anteil an Bio-Landwirtschaftsbetrieben, Öl- und Gasvorkommen oder Zulassungen von Elektroautos – die (generell sehr empfehlenswerte) Zeit bietet die in ihrer Beilage Leben erschienen Deutschlandkarten online auf folgender Seite:

http://www.zeit.de/themen/leben/gesellschaft/deutschlandkarten/index-deutschlandkarten

 

An dieser Stelle sei auch darauf hingewiesen, dass auch die Texte der Zeit nicht nur großzügig archiviert sind (und gratis verfügbar sind!!), sondern auch inhaltlich zwar sehr ausführlich, aber oft gut in der Oberstufe einsetzbar sind. Mein persönlicher Favorit ist folgender Artikel über industrielle Landwirtschaft (Hühnerhaltung): Das optimierte Tier. Dazu dann die Diercke-Karte zu Rechterfeld, vielleicht noch das entsprechende Kapitel aus der DVD We feed the World und eine wirklich gute Doppelstunde ist gerettet.